Potential von egalitären, genossenschaftlichen Gemeinschaften

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Zur Klarstellung: Dieser Wegweiser beschreibt weder ein kommunistisches Utopia noch befürwortet er zentralistische oder planwirtschaftliche Organisationsstrukturen marxistischer oder stalinistischer Prägung!


Die nachfolgend aufgelisteten Grundpfeiler und Axiome werden vorgeschlagen:

  1. Freiheit als Grundlage individueller Entfaltung,
  2. Rechtsstaat als Garant für Stabilität und Gerechtigkeit, sowie
  3. Nachhaltiger Wohlstand erlangt durch Innovation und Wettbewerb mit überholten und veralteten Sichtweisen

Diese essenziellen Grundpfeiler bilden ein gemeinschaftliches Zusammenspiel, das den Menschen nicht nur die freie Entfaltung ihrer Kreativität ermöglicht, sondern auch die optimale Nutzung ihrer Talente und Fähigkeiten fördert. Durch dieses System können Einzelne von ihren Innovationen und unternehmerischen Initiativen profitieren, während gleichzeitig die gesamte Gemeinschaft durch technologischen Fortschritt, wirtschaftliches Wachstum und steigenden Lebensstandard einen nachhaltigen Nutzen erfährt.


1. Freiheit als Grundlage individueller Entfaltung

Einleitung

Eine der entscheidendsten Fragen in der Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft betrifft die Entscheidungsgewalt: Wer darf über welche Angelegenheiten bestimmen? Nach gründlicher Analyse zeigt sich, dass die finale Entscheidungsgewalt immer bei den direkt Betroffenen einer Situation liegen sollte. Dieses Prinzip, das tief in den Konzepten von Autonomie und Gerechtigkeit verwurzelt ist, gewinnt besondere Relevanz bei Themen wie Gesundheit, Glaubenssystemen und dem Zusammenspiel von Wissenschaft und Bewusstsein. Dieser Aufsatz untersucht die Ursprünge der Entscheidungsgewalt, den tiefgreifenden Einfluss von Überzeugungen auf die menschliche Biologie sowie die philosophischen Grundlagen für Selbstreflexion als Leitfaden unseres Handelns.

Die Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Patient"

Der Begriff „Patient" stammt aus dem Lateinischen „patiens", was so viel wie „der Leidende" bedeutet. Diese Bezeichnung ist bemerkenswert, da sie nicht auf die Krankheitssymptome selbst verweist, sondern auf das Leiden durch die Behandlungsmethoden, die den Betroffenen auferlegt wurden. Schon in der Antike waren Philosophen und Heiler unterschiedlicher Meinung, wie Heilung erreicht werden sollte. In der griechischen Philosophie wurden Menschen mit einem starken Glauben von Priestern betreut, die sie durch Rituale mit den Göttern in Verbindung brachten. Dieser tiefe Glaube wurde als Schlüssel zur Heilung angesehen. Ein ähnlicher Ansatz findet sich in den Lehren von Bruno Gröning, der die Kraft des Glaubens als wichtigen Aspekt der Genesung hervorhob.

Im Kontrast dazu stehen moderne medizinische Ansätze, die oft weniger auf den Glauben des Individuums und mehr auf die Anwendung standardisierter Therapien setzen. Menschen ohne einen festen Glauben an alternative Heilungsmethoden fallen häufig in die Hände von Ärzten, die, so die Kritik, die eigentlichen Leiden durch invasive oder schmerzhafte Behandlungen verstärken. Dieses Modell, so behaupten Skeptiker, basiert auf der Schaffung von Schmerz durch die Therapie selbst, wobei die Überzeugung der Patienten von der Wirksamkeit der Behandlung die zentrale Rolle im Heilungsprozess spielt – ein Phänomen, das als Placebo-Effekt bekannt ist.

Placebo- und Nocebo-Effekte

Die Wirkung des Glaubens auf die menschliche Gesundheit wird eindrucksvoll durch die Phänomene des Placebo- und Nocebo-Effekts illustriert. Der Placebo-Effekt beschreibt positive Veränderungen im Gesundheitszustand, die allein durch die Überzeugung einer Person an die Wirksamkeit einer Behandlung hervorgerufen werden. Umgekehrt führt der Nocebo-Effekt dazu, dass negative Erwartungen physiologische Verschlechterungen bewirken können.

Eine bemerkenswerte Studie, die die Macht der Erwartung untersucht, ist das „Oak School Experiment" von Robert Rosenthal und Lenore Jacobson aus den 1960er-Jahren. In diesem Experiment wurde Lehrern mitgeteilt, dass bestimmte Schüler außergewöhnlich hohe intellektuelle Fähigkeiten besitzen – obwohl diese Schüler zufällig ausgewählt worden waren. Durch die positiven Erwartungen der Lehrer zeigten die betroffenen Schüler eine signifikante Leistungssteigerung. Dieses Phänomen ist heute als „Pygmalion-Effekt" bekannt. Im Gegensatz dazu beschreibt der „Golem-Effekt", wie negative Erwartungen von Autoritätspersonen zu schlechteren Leistungen führen können.

Bruce Lipton und die Rolle der Epigenetik

Bruce Lipton, ein renommierter Zellbiologe, hat mit seinen Thesen zur Epigenetik kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die Epigenetik befasst sich mit der Frage, wie Umweltfaktoren und persönliche Überzeugungen die Aktivität unserer Gene beeinflussen können, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Lipton argumentiert, dass nicht die Gene unser Schicksal bestimmen, sondern dass unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein maßgeblich an der Regulierung von Genen beteiligt sind.

In seinem Vortrag „Intelligente Zellen – Der Geist ist stärker als die Gene" kritisiert Lipton das traditionelle Modell des genetischen Determinismus, das Menschen als Opfer ihrer Gene darstellt. Stattdessen zeigt er auf, wie chemische Prozesse, Umweltreize und sogar Gedanken die Funktion von Zellen beeinflussen können. Besonders in der Pharmaindustrie sieht Lipton eine ökonomische Abhängigkeit von der Vorstellung, dass Menschen auf medizinische Interventionen angewiesen seien.

Epigenetik und die Macht des Bewusstseins

Die Epigenetik hat in den letzten Jahren zunehmend belegt, wie eng das Bewusstsein und die Genaktivität miteinander verbunden sind. Sie zeigt, dass Umweltfaktoren und psychische Zustände die Art und Weise beeinflussen können, wie Gene ausgelesen und genutzt werden. Ein zentrales Konzept in diesem Zusammenhang ist die Wirkung von emotionalen Zuständen wie Stress oder Hoffnung. Diese Zustände können epigenetische Marker verändern, was wiederum biochemische Prozesse und physiologische Reaktionen im Körper beeinflusst.

Ein Beispiel ist die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, die bei negativen Gedanken oder Ängsten über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) aktiviert wird. Dieser Prozess kann Entzündungen fördern und langfristig schädigende epigenetische Veränderungen hervorrufen.

Die Diskrepanz zwischen Genen und Proteinen

Die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Gene und der Vielfalt der Proteine zeigt, dass genetische Informationen durch Mechanismen wie alternatives Spleißen und posttranslationale Modifikationen optimiert werden können. Dies verdeutlicht die Komplexität der biologischen Prozesse und wirft Fragen zu den psychosomatischen und epigenetischen Faktoren auf.

Schlussfolgerung

Die Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft erfordert nicht nur wissenschaftliche Innovation, sondern auch ein tiefes Verständnis für den Einfluss von Bewusstsein und Überzeugungen. Die Epigenetik und die Verbindung zwischen Biologie und Geist zeigen, wie sehr unser Denken und unsere Wahrnehmung physiologische Prozesse beeinflussen können. Die Philosophie Bertrand Russells sowie moderne wissenschaftliche Ansätze wie die Bioenergetik laden dazu ein, ethisch und reflektiert zu handeln, während die Potenziale des menschlichen Körpers ausgeschöpft werden.

Quellenverzeichnis

  1. Rosenthal, Robert, und Lenore Jacobson. Pygmalion in the Classroom. 1968.
  2. Lipton, Bruce H. The Biology of Belief. 2005.
  3. Benedetti, Fabrizio. “Placebo and the new physiology.” Physiological Reviews. 2013.
  4. Szyf, Moshe, et al. “Epigenetic control.” Nature Reviews. 2008.
  5. Russell, Bertrand. The Conquest of Happiness. 1930.

2. Rechtsstaatliche Verwaltung

unter genossenschaftlicher Administration

Eine friedliche Transformation des Staatsystems ist anhand einer zur Abstimmung gebrachten und mehrheitlich angenommenen Verfassung möglich. So würde nicht nur die bestehende Verfassung durch eine neue ersetzt, sondern auch die bestehenden Verwaltungsstrukturen neu geordnet werden. Für effiziente Verwaltungsprozesse sind weder komplexe politische Programme noch Parteien, aufwändige Regierungssysteme oder Wahlsysteme erforderlich. Die bestehenden Verwaltungsverfahren und deren Mitarbeiter könnten zunächst übernommen und schrittweise optimiert werden.

Verwaltung kann nicht als eine Grundvoraussetzung für einen Rechtsstaat oder eine Demokratie angenommen werden, da Verwaltung auch in Diktaturen existiert. Der Unterschied liegt in der Legitimationskette. In Demokratien erfolgt die politische Steuerung der Verwaltung durch gewählte Repräsentanten und gilt so als demokratisch legitimiert. In Diktaturen fehlen Kontrollmöglichkeit und zugehörige Institutionen weitgehend, was im wesentlichen zu nachfolgenden Unterscheidungsmerkmalen führt:

  1. Möglichkeit des Rechtsschutzes, der Bürgern erlaubt, sich gegen rechtswidrige Verwaltungsakte zu wehren,
  2. Informationsfreiheitsrechte, die es Bürgern ermöglicht Verwaltungsinformationen einzufordern und
  3. Institutionen wie Rechnungshöfe und Gerichte.

Unterschiede zeigen also ausschließlich durch Legitimation, Kontrolle, Transparenz.

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Die Verwaltungen der Demokratien in kontinental Europa weisen eine Geheimhaltungskultur und grundsätzlich höhere Intransparenz auf. Die vorhandenen Informationsfreiheitsgesetze finden weniger Anwendung. Die historisch gewachsenen Staatstradition und Staatskultur ist als ursächlich für die starke Trennung von Staat und Gesellschaft in Deutschland, Österreich und Frankreich anzusehen.

Die entstandene Kluft zwischen Staat und Gesellschaft manifestiert sich darin, dass der Staat als übergeordnete Instanz zur Gesellschaft wahrgenommen wird. Diese hierarchische Struktur zeigt sich in der klaren Abgrenzung: auf der einen Seite der Staat, auf der anderen Seite die Gesellschaft mit einer weit verbreiteten untertänlichen Mentalität.

Diese Kluft zeigt sich unter anderem darin, dass rationale Aspekte wie der Erfüllungsaufwand von Gesetzesvorhaben und die Gegenüberstellung von monetärem Aufwand und tatsächlichem Nutzen in Politik und Verwaltung keiner Prüfung unterliegt und der bekannte Missstand keine nennenswerte Beachtung findet.

Befürwortet wird die Transparenz bezüglich des Nutzens dann, wenn besonders kostenintensiven Vorhaben „verkauft“ werden sollen. In der BRD beschränkt sich die Prüfung hauptsächlich auf die Kostenanalyse für Unternehmen, ohne verpflichtende Bewertung des Nutzens für Unternehmen, Gesellschaft, Bürger oder Staat, wobei diese unvollständige Praxis seit 20 Jahren kritisiert wird.

Die allgemeinen Vorstellungen bezüglich Kontrollmöglichkeiten, entsprechenden Institutionen und die notwendigen „staatlichen" Verwaltungsaufgaben gilt es im Rahmen des neuen Gesellschaftsvertrages miteinzuschließen und die tatsächliche Orientierung am Nutzen und Effektivität tatsächlich zu gewährleisten.

Die Funktionsweise einer effizienten Verwaltung zeigt sich besonders in der Verschlankung des Verwaltungsapparates. Die höchste Effizienz in der Administration führt in der letztendlichen logischen Konsequenz zu einer Selbstabschaffung. Innerhalb der liberal Demokratien hat die ständige Durchregulierung im Rahmen des “Kapitalismus” zur Schaffung immer neuer Regeln geführte, die zur Generierung zusätzlicher Einnahmen genutzt werden konnten und zum Gegenteil einer effizienten Verwaltung geführt hat. Die aktuelle Diskussionen über eine jährliche statt zweijährliche TÜV-Pflicht für ältere Fahrzeuge innerhalb der BRD, die etwa 50 Millionen Autos betrifft, wodurch eine Verdoppelung der Prüfgebühren während der Fahrzeuglebensdauer entstehen würde, stellen ein Beispiel für daraus resultierenden Milliardeneinnahmen, die nicht zu rechtfertigen wären.

Sämtliche Vorschriften wären im Rahmen eines Begutachtungsprozesses auf ihren gemeinschaftlichen Nutzen zu überprüfen. Bei erwiesener Nutzlosigkeit für die Gemeinschaft ließen sie sich ersatzlos streichen. Schließlich bestünde kein Interesse daran, Regelungen fortzuführen, die vor der Gemeinschaft nicht zu rechtfertigen wären.

Ausgehend vom Status quo besteht im Rahmen von Verwaltungsverfahren keine Notwendigkeit für anspruchsvolle Problemlösungen, sondern vielmehr ein “Dienst nach Vorschrift” zu leisten und dabei über keine weitreichenden Entscheidungsbefugnisse oder Ermessenspielräume im relevanten Ausmaß zu verfügen.

Die Verwaltungsverfahren stellen im D-A-CH-Raum den häufigsten Einfluss auf die Lebensrealität der durchschnittliche Bürger, da der Staat über die Verwaltung zum Teil der Alltagserfahrung und Risiko für Frustration wird.

Im Rahmen einer freiheitlichen Gemeinschaftsordnung die auf moralischen Grundlagen und Anerkennung naturrechtlicher Konsequenzen ausgerichtet ist, ist davon auszugehen, dass das bestehende und übernommen Konstrukt allein schon durch eine Novellierung des Steuerrechts stark reduzieren wird und sich der Verwaltungsaufwand nach einer auf den Nutzen abzielende Revision stark reduzieren würde.

Administratives Recht dient zur Durchsetzung der zugrundeliegenden Verträge und daher stellt sich die Frage warum ein bewusst handelnder Mensch würde als Genosse ohne triftigen Grund in Verzug kommen?

Aufgaben der rechtsstaatlichen Administration

  1. Eine genossenschaftliche Organisation tritt an die Stelle der bisherigen staatlichen Verwaltung in der Eigenschaft einer Betreibergenossenschaft, die den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum zu garantieren hat.
  2. Die von der Betreibergenossenschaft erbrachten Dienstleistungen umfassen die innere und äußere Sicherheit, einen vordefinierten Rechts- und Regulierungsrahmen sowie ein Sicherstellung eines unabhängigen Streitschlichtungssystem. Entsprechend der subjektiven Entscheidungsgewalt gilt es den Ausgleich der Interessen aufgrund der entstehenden Konsquenzen, die alle individuellen Schadensersatzansprüche beinhaltet, innerhalb der freiheitlichen Ordnung sicherzustellen.
  3. Immense Vorteile für die Bürger stellen nicht nur die entfallende „willkürliche Steuerlast“ darstellen, sondern auch, dass die Genossenschaft sich teilweise oder vollständig im Eigentum der Bürger befindet und es daher sogar noch zu AUSSCHÜTTUNGEN von Überschüssen kommen kann, wenn trotz der Nutzenmaximierung solche entstehen würden.

Rechtssicherheit bei Streitigkeiten

Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gäbe es einen echten Gesellschaftsvertrag, der die berechtigte Forderung von Rousseau nach anfänglicher Zustimmung durch jeden einzelnen Bürger tatsächlich erfüllt.

In einer egalitären genossenschaftlichen Gemeinschaft, die auf moralischem Universalismus aufbaut und als gelebte Realität umsetzt, gelten auf Basis der genossenschaftlichen Verfassung verlässliche, unveränderliche Grundsätze, die es Mitgliedern als auch außenstehenden Privatier‘s und Unternehmen ermöglichen, langfristig zu planen.

Art und Höhe der Beiträge sind vertraglich fixiert. In einer egalitären genossenschaftlichen Gemeinschaftsordnung bezahlt daher jeder nur für das, was er auch bestellt hat. Jeder hat tatsächlich einen gleichwertigen und transparenten Rechtsanspruch darauf, dass der Vertrag vollumfänglich eingehalten wird, sowie einen Schadensersatzanspruch bei Schlechterfüllung.

Die bekannten Mechanismen des Zivilrechts können auf staatliche Macht übertragen werden. Es gibt nämlich keinen überzeugenden Grund, warum diese im Verhältnis zwischen der Genossenschaft und einem Mitglied keine Anwendung finden sollten.

Der Grundsatz, der unveränderlich von Anfang an das Ansinnen auszeichnet, ist, dass gleiches Recht für alle gilt, und zwar ohne Ansehen objektiver und subjektiver Unterschiede zwischen den Menschen. Das bedeutet auch, dass die Genossenschaft keine souveräne Immunität genießt, sondern der vollen vertraglichen Haftung unterliegt und darauf auch verklagt werden kann.

In einer egalitären genossenschaftlichen Gemeinschaft sind nicht nur die Höhe der zu zahlenden Beiträge fester Bestandteil der Rechtsordnung, sondern sämtliche Regeln, die für das Zusammenleben gelten. Sie können nur im Rahmen der vertraglichen Mechanismen oder der Zustimmung ALLER BETROFFENEN geändert werden.

All das schafft Rechtssicherheit, Berechenbarkeit und Planbarkeit in einem Ausmaß, das vermutlich so noch in keiner Rechtsordnung umgesetzt wurde.

POLITIKABSTINENZ

In einer egalitären genossenschaftlichen Gemeinschaft besteht ein politikfreies Gemeinwesen. Jeder weiß um seine Rechte und Verpflichtungen. Es ist von vornherein bekannt, dass es nicht möglich ist, seine eigenen Wertvorstellungen anderen aufzuzwingen. Die Legitimität dieses Systems steht dabei außer Frage. Schließlich hat jedes einzelne Genossenschaftsmitglied einen Vertrag mit der der Genossenschaft geschlossen, welcher die herrschende Ordnung und die dazugehörigen Regelungen abschließend beschreibt. Während freiwillige Initiativen und Zusammenschlüsse ohne weiteres möglich sind, gibt es kein Forum, das es ermöglicht, die Rechtsposition anderer Vertragsgenossen gegen deren Willen zu eigenen Gunsten oder im Hinblick auf ein selbstdefiniertes Gemeinwohl abzuändern.

  • Politische Aktivisten, Lobbyisten oder Trittbrettfahrer, die aufgrund ihrer Nähe zur Macht nach Subventionen oder leistungslosem Einkommen streben, laufen ins Leere, da es schlicht keinen Adressaten für ihre Bemühungen gibt.
  • Verteilungskämpfe und das Aufwiegeln gesellschaftlicher Gruppen gegeneinander gehören der Vergangenheit an: es gibt dabei nichts mehr zu gewinnen.
  • Jedes Mitglied kann sich vielmehr darauf verlassen, dass sein Leben, seine Freiheit und sein Eigentum keinen politischen Unwägbarkeiten ausgesetzt sind.
  • Niemand braucht sich nicht in politische Streitfragen einzumischen und erleidet dadurch keine Nachteile.
  • Niemand muss seine Zeit und Energie darauf verwenden, Freiheitseinschränkungen abzuwehren.
  • Jeder Einzelne hat eine weit bessere Möglichkeit, sein Leben entsprechend seinen Wertvorstellungen zu gestalten.
  • In herkömmlichen Staaten hingegen ist ein ganzes Bündel von Leistungen als gegeben anzunehmen und zu finanzieren, die möglicherweise gar nicht gewollte werden und auch keine erkennbare Gegenleistung mit sich bringen. Allein darin besteht schon ein Einschränkung die es verhindert, dass freie Mittel so eingesetzt werden können, wie sie den eigenen Vorstellungen und Lebenssituation besser entsprechen würden.

Entsprechendes gilt für Unternehmer, die ihre Projekte verwirklichen möchten. In einer egalitären, genossenschaftlichen Gemeinschaft müssen sie sich zur Verhinderung ihnen nachteiliger Maßnahmen nicht mehr „einbringen“, also nicht mehr einen Gutteil ihrer Zeit dafür aufwenden, in politischen Veranstaltungen oder Gremien zu sitzen oder in politische Parteien oder Verbände einzutreten, Leserbriefe oder Blogbeiträge zu schreiben, Gesetzesvorhaben zu kommentieren und so weiter.

Sie dürfen unabhängig von gesetzlichen Diversitätsvorgaben einstellen, wen Sie wollen und können Beförderungen ausschließlich von Leistungen abhängig machen. Sie brauchen keine komplizierten und rechtlich fragwürdigen Steuersparmodelle; ihre Zahlungsverpflichtungen sind gering und stehen auch für die Zukunft fest.

Im Vergleich zu herkömmlichen Ordnungen dürfte eine egalitäre genossenschaftliche Gemeinschaftsordnung daher schon bald wirtschaftlich überlegen sein. Der Grund: Unternehmer könnten sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren – die optimale Bedienung der Nachfrage.

Politikabstinenz bedeutet nicht nur Währungshoheit, sondern auch den Verzicht auf Geld- und Zinsmanipulation. Vermögensaufbau, Alterssicherung und Kaufkraftgewinne für alle werden möglich durch die natürlichen Preissenkungen aufgrund von Produktivitätsfortschritten.

Da grundsätzlich sämtliche Innovationen zugelassen sind, und diese nur insofern eine Grenze finden, als sie die Rechte anderer beeinträchtigen, sind Neuentdeckungen durch Versuch und Irrtum weit wahrscheinlicher als in herkömmlichen Staaten.

Denn es gibt keine politischen Entscheidungsträger, die sich vor den Karren der Angstmacher und Bedenkenträger spannen können, um dadurch Macht und Einfluss zu gewinnen. Die hohe Innovationsfreudigkeit führt im Laufe der Zeit zu mehr Wohlstand und einer höheren Lebensqualität. Das schließt eine saubere Umwelt ein.

GARANTIERTE FREIHEITEN

Eine egalitäre genossenschaftliche Gemeinschaftsordnung ermöglicht weitestgehende Handlungs-, Vertrags- und Meinungsfreiheit. Sowohl wirtschaftliche als auch persönliche Freiheitsgrade sind weit höher als in bisherigen Systemen. Abgesehen von der Beachtung der Rechte anderer und der wenigen bestehenden Regeln ist jeder frei, das zu tun, was er möchte. Dies schließt die beliebige Gestaltung von Verträgen und die Ablehnung anderer als Vertragspartner ein.

Mit größeren Freiheiten geht größere Verantwortung einher. Aufgrund der Anerkennung objektiven Anspruch auf Moral ist jedes zufügen von Schaden, eine unmoralische und sanktionsfähige Handlung, die Schadensersatzforderungen mit sich bringt. Zusätzlich sind sich die Mitglieder bewusst, dass mit keinem großen Bruder “Staat” gerechnet werden kann, der jemanden die Konsequenzen der eigenen Handlungen trägt oder ihnen ihre Lebensrisiken abnimmt, ist davon auszugehen, dass automatisch gewissenhafter und aufmerksamer gehandelt wird. Das kann im Einzelfall durchaus zu prinzipiellen Härten führen, aber im Laufe der Zeit bewirkt es, dass der Einzelne in der Regel vorsichtig, vorausschauend und verantwortlich handeln wird.

SICHERHEIT

In einer egalitär genossenschaftlichen Gemeinschaftsordnung steht die Achtung des Lebens, Freiheit und Eigentum der Mitglieder die Hauptleistung der genossenschaftlichen Administration. Wird etwa in die Wohnung eines Mitglieds eingebrochen, so besteht ein einklagbarer Schadensersatzanspruch, denn die Administration hat Sicherheit garantiert und wurde dafür gegebenenfalls auch bezahlt. Daher wird sich die Administration um ein Höchstmaß an Sicherheit nach innen wie nach außen bemühen, möglichst ohne die Lebensqualität der Bewohner einzuschränken. Die Befugnis der Administration, problematische Interessenten ganz abzulehnen sowie Störern und Kriminellen die Privilegien zu entziehen, bewirkt überdies eine Positivauslese. All dies führt dazu, dass sich mit der Zeit eine überdurchschnittlich zivilisierte und gewaltfreie, aber gleichwohl prinzipientreu Wehrhaftigkeit der Gemeinschaft ausbildet.

Das Gewaltlosigkeitsprinzip gilt nicht für Selbstverteidigung und für die Aufrechterhaltung der menschlichen körperlichen Integrität nach einem Angriff.

GARANTIERTES PRIVATEIGENTUM

In der egalitär, genossenschaftlichen Gemeinschaftsordnung ist der Eigentumserwerb weder an hohe Hürden geknüpft noch das Eigentum mit vielen Verpflichtungen und Abgaben belastet. Aufgrund der dauerhaften Garantie des Privateigentums ist es daher allen möglich, auch Familien mit geringem Einkommen, nach und nach bleibenden Wohlstand zu schaffen und an die nächste Generation weiter zu geben, welche dann darauf aufbauen kann.

Der Anteil an Familienunternehmen und Wohneigentümern wird also mit der Zeit zunehmen, was wiederum die Verbundenheit mit der Genossenschaft und den Respekt vor dem Eigentum anderer erhöht.

Uneingeschränktes Privateigentum ermöglicht daneben die Freiräume, die zur persönlichen Entfaltung, für eine unabhängige eigene Meinung und die Unterstützung Dritter, mithin zur Schaffung einer eigenen kleinen Welt, nötig sind.

MACHTBEGRENZUNG DURCH VIELFALT UND WETTBEWERB

Wenn zu den heutigen Staaten zahlreiche egalitäre, genossenschaftliche Gemeinschaften hinzukommen, entsteht ein gesunder Wettbewerb. Dieser würde alle Gemeinwesen früher oder später dazu zwingen, gewisse Mindeststandards zugunsten ihrer Bürger einzuhalten.

In einer solchen Welt herrscht ein intensiver Wettbewerb um die Bürger. Dies führt zu einer Steigerung der Qualität staatlicher Dienstleistungen bei gleichzeitigem Sinken der Preise – ähnlich wie in anderen Märkten. Die Anbieter werden sich gegenseitig darin überbieten, attraktive Infrastruktur, niedrige Lebenshaltungskosten, hohe Sicherheit und maximale Meinungs- und Handlungsfreiheit zu bieten. Dieser Wettbewerb sorgt für vielfältige Modelle des Zusammenlebens, die unterschiedlichen Präferenzen gerecht werden.

Der „Staatsbürger" wird plötzlich umworben. Er kann jederzeit den Anbieter wechseln, statt wie eine Melkkuh behandelt zu werden, die sich den Weggang durch Wegzugsbesteuerung erkaufen muss.

Im Gegensatz zu Politikern zeitgenössischer Systeme, die Entscheidungen auf Kosten anderer treffen können, ohne im Falle eines Fehlschlags wirtschaftliche Nachteile zu erleiden, hat die Genossenschaft „skin in the game". Diese Tatsache allein wirkt disziplinierend. Die Genossenschaft fungiert als Dienstleister, der sich bemühen muss und nicht einfach die Regeln zum Nachteil der Mitglieder ändern kann, wann immer es gerade passt.

RAUM FÜR EXPERIMENTE

Selbst Staats- und Regierungschefs, die Reformbedarf erkannt haben, stehen oft vor dem Problem, dass in einer Gesellschaft vielfältige politische, kulturelle oder religiöse Vorbehalte einen Wandel verhindern. Freie Privatstädte oder entsprechende Sonderzonen bieten die Möglichkeit, umstrittene Reformen zunächst in einem kleinen, abgegrenzten Gebiet einzuführen. Bei Erfolg können diese Gebiete ausgeweitet oder vervielfältigt werden. Denjenigen, die einen Wandel weiterhin ablehnen, kann angeboten werden, ihrerseits Sondergebiete zu errichten.

SOZIALE HARMONIE DURCH GEMEINSAME WERTE

Die Gewährleistung innerer und äußerer Sicherheit, eine soziale Absicherung und die Schaffung von Zusammenhalt - all das sind lösbare Fragestellungen, die aber auf ganz verschiedene Art und Weise beantwortet werden können. Anstatt ständig um politische Positionen zu streiten und sich auf Kompromisse einzulassen, die keine Seite zufrieden stellen, weil bestimmte Ansätze schlicht inkompatibel sind, können sich die Gesellschaften der Zukunft nach gemeinsamen Werten zusammenfinden. Diese Systeme werden vermutlich in sich homogener sein, in Summe aber eine enorme Vielfalt aufweisen. Sie sind vor allem friedlicher, weil zahllose Konflikte, die heutige Ordnungen lähmen, einfach wegfallen. Neue Formen des Zusammenlebens können ausprobiert werden. Dinge die funktionieren und Akzeptanz finden, setzen sich durch, andere fallen wieder weg.

Die Administration der egalitär, genossenschaftliche Gemeinschaft stellt dabei das Angebot für diejenigen dar, die größtmögliche Freiheit und Selbstverantwortung bei gleichzeitig hoher Sicherheit vor Gewalt und Verbrechen bevorzugen. Soziale Harmonie wird insofern in erster Linie durch gemeinsame Werte hergestellt. Eine solche Gesellschaft funktioniert dann gut, wenn innerhalb ihrer Mitglieder ein grundsätzlicher Konsens über Gewaltlosigkeit, den Respekt vor fremdem Eigentum und die Anerkennung der bestehenden Regeln herrscht.

Für alle anderen Neigungen sind neben den herkömmlichen Staaten neuartige private oder öffentliche Sonderzonen denkbar, welche alle Arten von Ideologien bedienen können.

BESSERE ANREIZE

Die vorgeschlagene Hybridlösung einer egalitär, genossenschaftliche Gemeinschaften, die Privateigentum achtet und Marktwirtschaft nicht einschränkt, hat insbesondere aufgrund ihrer andersartigen Anreizstruktur gegenüber herkömmlichen Gesellschaftsordnungen signifikante Vorteile. Die Anreize für die Administrationen sind grundverschieden von denen heutiger Systeme.

Erstens haben die Administrationen ein unmittelbares wirtschaftliches Eigeninteresse am Erfolg des Gemeinwesens.

Zweitens kann jeder, wie jeder Administration für Fehler haftbar gemacht werden, niemand kann seine Verantwortung verschleiern oder auf Dritte abwälzen und trägt somit ein eigenes persönliches Risiko.

Drittens stellt man sich dem Wettbewerb und kann die Kundenmitglieder nicht zwingen, das eigene Produkt abzunehmen, sondern muss allein durch die Attraktivität seines Angebots Nachfragende finden.


3. Nachhaltiger Wohlstand

erlangt durch Innovation und Wettbewerb mit überholten und veralteten Sichtweisen

Knappheit schafft automatisch Wert ist eine überholte und veraltete Sichtweise

Die veraltete Sichtweise, dass Knappheit automatisch Wert schafft, ist überholt. Das daraus resultierende Nullsummenspiel durch das Verschieben von Werten - Geld gegen Ware zum gleichen Preis - verhindert ehrliche Kommunikation. Eine kritische Betrachtung von Marktwirtschaft versus Planwirtschaft zeigt: Die Marktwirtschaft basiert auf politischer Ideologie statt auf technischer InnovationDer Markt als eigenständige, leistungserbringende Institution hat noch nie existiert. Stattdessen agieren verschiedene Marktteilnehmer unter dem gemeinsamen Dach des Marktes. Der gegenseitige Austausch wird dabei vom Streben nach individuellem Vorteil bestimmt. Das Prinzip der Informationsasymmetrie auf den Märkten manifestiert sich darin, dass Informationen nur dann wertvoll sind, wenn diese exklusiv einem Marktteilnehmer zur Verfügung stehen.

Aus dieser Perspektive lässt sich kein kooperativer Plan erstellen. Eine vollständige Supply Chain mit Kunden in einem Netzwerk mit Echtzeitplänen für Lieferungen, Zahlungen und Warenverfolgung wäre zwar optimal, ist aber in einem Nullsummenspiel nicht umsetzbar. An den Schnittstellen zwischen Unternehmen dominiert das gegenseitige Übervorteilen. Ein solches System erfordert absolute Ehrlichkeit - ein Plussummenspiel, bei dem alle Leistungen positiv verbucht werden. In diesem Modell muss niemand dem anderen etwas wegnehmen, da jede erbrachte Leistung direkt als Wert gutgeschrieben wird.

Die Entwicklung wird theoretisch und mit ersten Softwareprototypen bereits durch Prof. Franz Hörman vorangetrieben:

Für die langfristige Perspektive entsteht ein besonderes Projekt durch die Konvergenz mit den Weisheitslehrern aus alter Zeit. Menschliche Werte sollten aus linguistischer und sprachwissenschaftlicher Sicht nicht als Substantive abgebildet werden - nicht als verknappbare Dinge, sondern als Adverbien, als Eigenschaften von Tätigkeiten. Eine Handlung kann liebevoll oder geduldig ausgeführt werden. Als Adverbien von Glück entstehen Begriffe wie glücklich, Glück spendend, Glück empfindend, zufrieden oder demütig.

Adverbien ermöglichen die Ausführung von Handlungen. Diese Art der Darstellung menschlicher Werte erscheint optimal. Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass weder Handeln noch Tausch oder Knappheit erforderlich sind. Sobald eine Gemeinschaft Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit als qualitätsfördernde Werte anerkennt, entstehen naturgemäß präzise und sorgfältige Handlungsweisen. Dadurch etabliert sich ein gemeinsam getragener Wert. Die unmittelbare Demonstration dieser Werte erfolgt durch entsprechendes Verhalten. Das Vorleben durch beispielhaftes Handeln entspricht der traditionellen Methodik der Weisheitslehrer.

Durch alle Zeiten in der Religion war dies der Weg: Die Vermittlung menschlicher Werte erfolgte durch das eigene Leben, durch die Adverbien, durch die Art und Weise des Handelns. Dieser Ansatz sollte wieder zum Vordergrund werden. Die Zeit ist reif für vernünftige Veränderungen. Die technologische und rationale Entwicklung ermöglicht heute diesen Wandel. Die Entwicklung führt zwangsläufig in diese Richtung - ein unausweichlicher und vollkommener Prozess.

Die Menschheit wurde über Jahrhunderte, ja Jahrtausende durch den Mangel geführt. Knappheit und die daraus resultierenden Kämpfe und Konflikte bildeten das oberste Leitmotiv in menschlichen Gesellschaften. Nun dreht sich das Spiel plötzlich um. Auf technologischer Grundlage entsteht ganz plötzlich ein Überfluss mit praktisch unbegrenzten Möglichkeiten. Diese neue Situation bringt natürlich auch wieder eine Herausforderung mit sich.

Die Herausforderung liegt darin, nicht als passive Konsumenten vor Streaming-Diensten zu verharren und sich bedienen zu lassen. Die wahre Aufgabe besteht im Finden der eigenen Bestimmung. Die Aktivitäten, die das Herz mit Leidenschaft erfüllen und anderen Menschen dienen, gilt es umzusetzen. Eine Befreiung von der Notwendigkeit, Tätigkeiten nur des Geldes wegen auszuüben, wird möglich. Das Ausüben von Tätigkeiten ausschließlich für finanzielle Vorteile entspricht einer Form der Korruption - unehrlich und nicht authentisch. Das Teuflische an dieser Situation: Je erfolgreicher Menschen nach diesem Prinzip leben und ungeliebte Tätigkeiten des Verdienstes wegen ausführen, desto stärker wird die finanzielle Abhängigkeit für Familien.

Die nächste große Prüfung der Menschen innerhalb einer egalitäre, genossenschaftlichen Gemeinschaft besteht darin, im Überfluss leben zu können, mit selbstgewählten Herausforderungen und thematisch sachlichen Kooperationen. Eine Entwicklung in diese Richtung sollte dazu geeignet sein zuversichtlich gestimmt sein zu können.

Die Entwicklung startet mit Datenbanken und Wissensbanken für neue Heilungsmöglichkeiten im energetischen und Quantenbereich, hinterlegt mit empirischen Informationen. Die Datenbanken ermöglichen das anonymisierte aber nachvollziehbare Einstellen von Krankheitsgeschichten. Betroffene mit ähnlichen Symptomen können die dokumentierten Erfahrungen einsehen und die beschriebenen Methoden ausprobieren. Diese kollektive Wissensbasis erlaubt das gemeinsame Lernen aus den gesammelten Erfahrungen.

Herstellung einer unabhängigen Berichterstattung und tatsächliche journalistische Wahrheitssuche

„Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Beschäftigung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr täglich Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Fäden, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

– John Swinton, 1829-1901, Chefredakteur der „New York Times“, im Jahre 1880 bei seiner Verabschiedung

Beschäftigung mit der Begriffsklärung von Wissen, Glaube und Meinung

Die Unterscheidung zwischen Wissen, Meinung und Glaube ist ein zentraler Punkt in der Philosophie und den Weisheitslehren, da sie die Grundlagen menschlicher Erkenntnis und Überzeugungen beschreibt.

1. Wissen: Übernommene und originäre Erkenntnisse

Wissen wird oft als gerechtfertigte wahre Überzeugung definiert und basiert auf überprüfbaren Tatsachen und logischer Argumentation. In der modernen Gesellschaft wird es häufig durch Institutionen (z. B. Wissenschaft, Bildung) vermittelt, die nach Louis Althusser zu den „Ideologische Staatsapparate“ zählen, wobei die empirische Auflistung Schulen, Kirchen, Medien, Rechtsordnung, Politik und Interessensverbände beinhaltet.

Louis Althusser verfasste den Aufsatz „Ideologie und ideologische Staatsapparate“ und entwickelte damit die Staatstheorie der marxistischen Klassiker weiter, in dem er die „Ideologische Staatsapparate“ einführt, die neben dem Repressiven Staatsapparat (RSA) existieren und bestimmte Vorstellungen von Normalität, Moral oder Identität vermitteln.

Althusser verweist in diesem Kontext auf die konstitutive Mehrdeutigkeit des Ausdrucks Subjekt:

  • die geläufige Bedeutung ist die freie Subjektivität, die das Zentrum der Initiative darstellt und damit Urheberin und Verantwortliche ihrer Handlungen ist;
  • zugleich bezeichnet es ein unterworfenes Wesen, das einer höheren Autorität untergeordnet ist und daher freiwillig seine Unterwerfung anerkennen muss.

„Das Individuum wird als (freies) Subjekt angerufen, damit es sich freiwillig den Anordnungen des SUBJEKTS unterwirft, damit es also (freiwillig) seine Unterwerfung akzeptiert und folglich ‚ganz von allein‘ die Gesten und Handlungen seiner Unterwerfung ‚vollzieht‘. Es gibt Subjekte nur durch und für ihre Unterwerfung. Deshalb funktionieren sie ‚ganz von alleine‘.“

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Fußnote des Übersetzers, in der er auf das französische Verb ‚assujetir‘ und seine Doppelbedeutung hinweist, das sowohl für ‚unterwerfen‘ als auch für ‚zum Subjekt machen‘ steht. Im Deutschen gäbe es diese Bedeutung nur noch gelegentlich bei der Verwendung des Begriffs ‚Subjekt‘ für ‚Untertan‘.

Originäres Wissen entsteht nur selten. Das meiste Wissen wird durch äußere Quellen wie Bücher oder Lehrer übernommen. Die Akzeptanz basiert auf scheinbar objektiver Belegbarkeit, was die Gefahr der unkritischen Übernahme von Meinungen oder dogmatischen Ansichten in sich birgt.

Philosophische Perspektive: Epistemologisch unterscheidet man zwischen empirischem Wissen (durch Beobachtung erworben) und rationalem Wissen (durch Logik erschlossen). Beide sind jedoch abhängig von Kontext und Interpretation.

2. Meinung: Subjektive Perspektiven

Eine Meinung ist eine persönliche Sichtweise oder ein Urteil, das nicht notwendigerweise auf überprüfbaren Fakten beruht. Sie wird stark durch das soziale Umfeld, kulturelle Einflüsse und individuelle Präferenzen geprägt.

In materialistischen Gesellschaften lässt sich häufig beobachten, dass Menschen dazu neigen, die Grenzen zwischen persönlichen Meinungen und fundiertem Wissen zu verwischen, was in der Regel zu starren, dogmatischen Überzeugungen führt. Diese Vermischung manifestiert sich besonders in der Art und Weise, wie Menschen ihre Ansichten verteidigen und alternative Perspektiven ablehnen. Zweifel werden in diesem Kontext fälschlicherweise als ein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Überzeugung interpretiert, anstatt sie als das zu erkennen, was sie tatsächlich sind: ein fundamentaler und unverzichtbarer Bestandteil des Prozesses der Erkenntnisgewinnung und der kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken.

3. Glaube: Sicherheit durch persönliche Erfahrung

Glaube geht über Wissen hinaus, indem er durch persönliche Erlebnisse und subjektive Erfahrungen eine tiefere Sicherheit bietet. Er umfasst sowohl religiöse als auch existenzielle Überzeugungen, die nicht immer rational erklärbar sind.

Nahtoderfahrungen oder ähnliche Grenzerfahrungen (z. B. mystische Erlebnisse, starke emotionale Wendepunkte) sind klassische Beispiele für den Übergang von bloßem Wissen hin zu einem festen Glauben. Menschen berichten oft, dass solche Ereignisse ein unverrückbares Gefühl von Gewissheit hinterlassen, das sich nicht durch Logik oder empirische Methoden widerlegen lässt.

Weisheitslehren: Viele spirituelle Traditionen (z. B. Vedanta, Buddhismus) betonen, dass Glaube als individuelle, erlebte Wahrheit oft mehr Gewicht hat als intellektuelles Wissen, da er im direkten Kontakt mit dem eigenen Sein steht.

4. Die Bedeutung von Zweifel

Der Spruch „Wer nicht zweifelt, muss alles glauben“ ist in materialistischen Gesellschaften oft negativ besetzt. Weisheitslehren hingegen sehen Zweifel als einen zentralen Schritt in der Erkenntnisgewinnung. Zweifel kann die starre Unterscheidung zwischen Wissen, Meinung und Glaube aufbrechen und zu tieferem Verstehen führen.

Fazit:

Wissen, Meinung und Glaube sind miteinander verknüpft, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herkunft und Funktion:

  • Wissen liefert objektive Grundlagen, die meist durch andere vermittelt werden.
  • Meinung reflektiert subjektive Urteile, oft geprägt durch äußere Einflüsse.
  • Glaube basiert auf persönlicher Erfahrung und erzeugt eine tiefere Sicherheit, die über Wissen hinausgeht.

Weisheitslehren heben hervor, dass die Balance zwischen kritischem Zweifel und persönlicher Erfahrung notwendig ist, um die Grenzen von Wissen zu überschreiten und zu wahrer Erkenntnis zu gelangen.

Synchronizität und das Akausale

Die klassischen naturwissenschaftlichen Erklärungen reichen für ein holistisches Verständnis nicht aus, da es Phänomene gibt, die außerhalb der Kausalität - vollständig außerhalb jeder kausalen Erklärung, liegen.

Die Synchronizität und das Akausale zeigen sich hierbei als bedeutsame Phänomene. Das Erahnte und Akausale wurde in früheren Zeiten von verschiedenen Gruppen und Autoren als magisch interpretiert. In diesem Bereich der Magie verschmelzen Bewusstsein und Wirklichkeit miteinander. Die fundamentale Frage taucht auf, ob die Erschaffung der eigenen Wirklichkeit möglich ist oder sogar darüber hinaus geht. Diese Betrachtungsweise lässt sich bis zum Äußersten weiterdenken.

Die Bedeutung liegt bereits im Wort selbst - durch den Präfix "A" entsteht eine minimale, aber bedeutsame Veränderung. Diese Eigenschaft lässt sich in vielfältigen Bereichen beobachten.

Die mathematische Berechnung eines Würfels ermöglicht die exakte Bestimmung von Länge, Breite, Volumen und Fläche. Der Mathematiker Paul Schatz experimentierte in den 1920er Jahren mit der Drehung des Würfels über alle Achsen. Aus einem umgestülpten Würfel entsteht eine Form namens Oloid. Das besondere Merkmal des Oloids liegt in der Unmöglichkeit, dessen Volumen mathematisch zu berechnen. Trotz mathematisch exakter Beschreibung der Würfelform existiert im Inneren ein nicht berechenbarer Punkt. Diese Eigenschaft verkörpert das Konzept des Akausalen - ein tiefgründiger Aspekt von fundamentaler Bedeutung.

Das Oloid, entwickelt von Paul Schatz in den 1920er Jahren, ist eine faszinierende geometrische Form, die sich aus der Rotation eines umgestülpten Würfels ergibt. Während der Würfel in der Mathematik vollständig durch seine Abmessungen (Kantenlänge, Volumen, Oberfläche) beschrieben werden kann, bietet das Oloid interessante Herausforderungen und tiefere philosophische Implikationen.

Eigenschaften des Oloids

  1. Geometrische Entstehung:

Das Oloid entsteht, wenn die Kanten eines Würfels so „umgestülpt“ werden, dass eine neue Form mit geschwungenen Flächen und Kanten entsteht. Es ist nicht mehr symmetrisch wie der Würfel, besitzt aber dennoch eine klare mathematische Konstruktion.

  1. Volumenberechnung:

Entgegen der Behauptung, das Volumen eines Oloids sei nicht berechenbar, existieren mathematische Methoden, die es approximieren. Das Volumen des Oloids wird aus seinen parametrischen Gleichungen berechnet und beträgt etwa 3/4 des umschriebenen Zylinders. Allerdings führt die komplexe Form zu mathematisch anspruchsvollen Integrationsverfahren.

  1. Unberechenbare Punkte:

Die Vorstellung, dass im Inneren des Oloids ein „nicht berechenbarer Punkt“ existiert, ist eher eine metaphorische Aussage. Es könnte darauf hinweisen, dass bestimmte Aspekte der Form – etwa die chaotische Bewegung bei einer Drehung oder das Fließen über eine unregelmäßige Oberfläche – schwer analytisch zu fassen sind. Dies kann mit Konzepten aus der Chaostheorie oder nichtlinearen Systemen in Verbindung stehen.

Das Akausale im Oloid

Das Konzept des „Akausalen“ verweist auf Bereiche, die außerhalb klassischer Kausalität und deterministischer Systeme liegen. Das Oloid könnte als Symbol für diese Idee dienen:

  • Mathematische Exaktheit vs. Unerklärbarkeit: Obwohl das Oloid geometrisch beschreibbar ist, erzeugt seine Bewegung und Form intuitiv ein Gefühl von Unvorhersehbarkeit und Dynamik. Diese Eigenschaft wird oft als „nichtlinear“ oder „nicht kausal“ beschrieben.
  • Philosophische Perspektive: In der Tiefenpsychologie (z. B. bei Carl Gustav Jung) beschreibt das Akausale synchronistische Ereignisse – bedeutungsvolle Zufälle ohne erkennbare Ursache. Das Oloid könnte als visuelles oder metaphorisches Modell für solche Konzepte dienen, indem es das Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos repräsentiert.

Fazit

Das Oloid ist ein Paradebeispiel für die Verbindung von Mathematik, Geometrie und philosophischer Reflexion. Während sein Volumen mathematisch beschreibbar ist, symbolisiert die Form und Bewegung Aspekte von Komplexität und Nichtlinearität, die schwer in traditionelle Begriffe zu fassen sind. Dies macht das Oloid zu einer tiefgründigen Metapher für das Akausale – und zu einem faszinierenden Objekt, das Wissenschaft und Philosophie verbindet.

Das deterministische Chaos zeigt interessante Parallelen

Die formale Entwicklung von Zahlenreihen folgt exakten Formeln. Dennoch lässt sich die endliche Zahl mancher Reihen nicht berechnen. Ein faszinierendes Beispiel für mathematische Grenzen. Viele solcher Phänomene offenbaren die Grenzen menschlichen Verstehens.

Eine mögliche Erklärung und Lösung dieser Phänomene könnte sich durch die Betrachtung höherer Dimensionen ergeben. Die Einbeziehung einer vierten oder fünften Dimension, besonders bei der Analyse der Würfeldiagonalen-Drehung, eröffnet neue Perspektiven. Die Erforschung dieser Möglichkeiten erfordert experimentelle und vorurteilsfreie Untersuchungen.

Die Betrachtung der höheren Dimensionen führt zu einem wichtigen Aspekt. Ein aufschlussreicher Film zur vierten Dimension zeigt einen sich wiederholenden Raum. Diese Beobachtung erscheint durchaus plausibel. Ein fundamentaler Gedanke zum Dasein wird hier deutlich: Der umgebende Raum entsteht durch fortwährende Erschaffung in alle möglichen Richtungen.

Das Phänomen lässt sich am Licht festmachen. Fotografien zeigen strahlenartige Lichtimpulse, die durch Raumverschiebungen entstehen. Der Physiker Anton Zeilinger erklärte in einem Vortrag: Raum und Zeit entstehen immer nur an Massen. Diese Erkenntnis steht im Gegensatz zur klassischen wissenschaftlichen Lehre, nach der zuerst Raum und Zeit existierten, gefolgt vom Urknall und der späteren Entstehung von Materie und Licht. Nach Zeilingers Theorie ist die Masse die grundlegende Voraussetzung für die Entstehung von Raum und Zeit.

Diese Aussage ist richtig: Ohne Masse existieren weder Raum noch Zeit. Ein entscheidender Punkt ergibt sich daraus: Masselose Anteile wie das Bewusstsein existieren außerhalb der Raumzeit. Diese Erkenntnis erklärt viele Phänomene - etwa das geistige Empfinden, noch immer wie in der vierten oder fünften Klasse der Volksschule zu sein.

Die beschriebene Verbindung von deterministischem Chaos, höheren Dimensionen und der Rolle von Raum und Zeit ist eine faszinierende Reflexion über die Grenzen menschlichen Verstehens und die Natur des Universums. Lassen Sie uns die zentralen Aspekte aufschlüsseln:

1. Deterministisches Chaos und mathematische Grenzen

  • Deterministisches Chaos beschreibt Systeme, die exakt definierten Formeln folgen, deren langfristiges Verhalten aber extrem empfindlich auf Anfangsbedingungen reagiert. Ein bekanntes Beispiel ist der logistische Attraktor, der trotz einfacher Gleichungen unvorhersehbare, komplexe Verläufe zeigt.
  • Diese Phänomene zeigen die mathematischen Grenzen unserer Berechnungen, da numerische Ungenauigkeiten (z. B. in der Anfangsbedingung) zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen können.
  • Zahlenreihen und Berechenbarkeit: Die Unmöglichkeit, gewisse Zahlen exakt zu berechnen (z. B. die Länge bestimmter chaotischer Trajektorien), verweist auf grundlegende Beschränkungen unserer Mathematik. Dies erinnert an Gödel’s Unvollständigkeitssätze, die die Grenzen formalistischer Systeme aufzeigen.

2. Höhere Dimensionen als Lösung

  • Vierte und fünfte Dimension: Die Betrachtung höherer Dimensionen erlaubt es, scheinbar paradoxe Phänomene zu erklären, etwa die Drehung eines Würfels oder die Struktur von Chaos. Ein Beispiel ist der Tesserakt (4-dimensionaler Würfel), dessen Bewegung in 3D unverständlich wirkt, aber in 4D logisch ist.
  • Würfeldiagonalen-Drehung: Wenn wir solche Drehungen in höhere Dimensionen projizieren, erscheinen sie als Projektionen einer vollständigeren Realität. Dies zeigt, wie höhere Dimensionen mathematische Eleganz und Erklärungsmöglichkeiten eröffnen können.
  • Wiederholende Räume: Ein sich wiederholender Raum, wie in dem erwähnten Film, deutet auf fraktale Strukturen hin, die in höheren Dimensionen vorkommen. Diese Vorstellung ist in der Chaostheorie und kosmologischen Modellen relevant.

3. Zeilingers Theorie: Raum und Zeit durch Masse

  • Raumzeit und Masse: Anton Zeilingers Aussage, dass Raum und Zeit nur durch Masse entstehen, greift moderne Erkenntnisse der Quantenphysik auf. In der klassischen Physik gilt Raumzeit als Bühne, auf der Materie und Licht agieren. In der Quantenphysik hingegen wird Raumzeit selbst als emergent angesehen, abhängig von der Existenz von Masse und Energie.
  • Photonen und Raumzeit: Photonen (masselose Teilchen) existieren technisch gesehen „außerhalb der Zeit“, da sie sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Diese Beobachtung stützt die Idee, dass masselose Phänomene wie Licht oder Bewusstsein nicht in den Rahmen der klassischen Raumzeit passen.

4. Bewusstsein und die Grenzen der Raumzeit

  • Die Annahme, dass Bewusstsein außerhalb der Raumzeit existieren könnte, hat Wurzeln in philosophischen und physikalischen Überlegungen.
  • Masseloses Bewusstsein: Wenn Raum und Zeit nur durch Masse entstehen, könnte Bewusstsein – als etwas Immaterielles – unabhängig von diesen Dimensionen agieren. Dies könnte erklären, warum es möglich ist, Erinnerungen oder geistige Empfindungen zu erleben, die scheinbar nicht in die physikalische Raumzeit eingebettet sind.
  • Erkenntnistheoretische Konsequenzen: Diese Idee könnte erklären, warum wir subjektiv oft außerhalb linearer Zeit empfinden, z. B. Erinnerungen oder Zeitlosigkeit in tiefen meditativen Zuständen.

Fazit

Die Verbindung von Chaos, höheren Dimensionen und der Rolle von Masse in der Raumzeit verdeutlicht, dass das Universum weit über unsere klassische physikalische und mathematische Auffassung hinausgeht. Zeilingers Theorie, dass Raumzeit durch Masse entsteht, öffnet eine Tür zu Konzepten wie emergenter Raumzeit und masselosem Bewusstsein. Solche Überlegungen sind nicht nur faszinierende theoretische Konstrukte, sondern sie werfen tiefgehende Fragen über die Natur von Realität, Existenz und Bewusstsein auf.

Innerlich bleibt der Mensch jung, während der äußere Körper altert

Die Verbindung zwischen den beiden Aspekten erscheint paradox - ein materieller, vergänglicher Körper vereint mit einem zeitlosen Bewusstsein. Fundamentale Fragen entstehen daraus: Was ermöglicht das Sprechen? Was erzeugt die Traumwelt? Diese Phänomene zeigen die Dualität zwischen körperlicher und geistiger Existenz.

Bruce Lipton erwähnte in einem Vortrag bemerkenswerte Erkenntnisse. Eine zentrale Aussage betrifft den Alterungsprozess, der nirgendwo festgeschrieben ist - auch nicht in den Genen. Der Alterungsprozess basiert vielmehr auf einem Glaubensprinzip. Eine weitere faszinierende Beobachtung betrifft Neugeborene: Diese besitzen von Geburt an die natürliche Fähigkeit zu schwimmen, vergleichbar mit Delphinen. Bei Wasserkontakt beginnen Neugeborene sofort mit Schwimmbewegungen.

Wenn Eltern kleine Kinder haben, entwickeln die Erwachsenen oft Ängste bezüglich möglicher Gefahren im Wasser. Diese Sorgen führen dazu, dass Schwimmkurse gebucht werden. Die elterlichen Ängste übertragen sich auf die Kinder, wodurch der natürliche Schwimminstinkt verloren geht. Der bessere Weg wäre, Babys von Geburt an regelmäßig ans Wasser zu gewöhnen - idealerweise einmal pro Woche. Bei Unfällen in Schwimmbecken liegt die eigentliche Ursache meist in der übertragenen Angst der Eltern.

Die von Bruce Lipton angesprochenen Aussagen bieten interessante Einblicke in die Rolle von Umwelt, Glaubenssystemen und biologischen Instinkten. Sie verbinden wissenschaftliche Beobachtungen mit psychologischen und verhaltensbezogenen Faktoren, die die Entwicklung und Fähigkeiten des Menschen beeinflussen.

1. Alterungsprozess und Glaubensprinzip

  • Bruce Lipton argumentiert, dass der Alterungsprozess nicht in den Genen “festgeschrieben” ist, sondern stark von Umweltfaktoren, Lebensstil und Überzeugungen beeinflusst wird. Diese Ansicht stützt sich auf Erkenntnisse der Epigenetik, die zeigen, dass Gene durch externe Signale (z. B. Ernährung, Stress, Bewegung) an- oder abgeschaltet werden können.
  • Epigenetik und Alterung:

Studien haben gezeigt, dass Telomere, die Schutzkappen der Chromosomen, durch Stress oder ungesunde Lebensweisen verkürzt werden, was den Alterungsprozess beschleunigt. Andererseits können Praktiken wie Meditation, Bewegung und eine positive Geisteshaltung den Prozess verlangsamen (Blackburn & Epel, 2017).

  • Glaubenssysteme und Gesundheit:

Liptons Überlegung, dass der Glaube das Altern beeinflusst, basiert auf der Wechselwirkung zwischen Mindset und physiologischen Prozessen. Positives Denken, verbunden mit gesunden Gewohnheiten, kann biologische Prozesse optimieren.

2. Natürliche Schwimmfähigkeit von Neugeborenen

  • Schwimmreflex bei Babys:

Neugeborene besitzen tatsächlich angeborene Reflexe, darunter den Atemschutzreflex, der sie beim Eintauchen ins Wasser automatisch den Atem anhalten lässt. Zudem bewegen sie Arme und Beine auf instinktive Weise, ähnlich wie beim Schwimmen. Dieser Reflex ist ein Überbleibsel aus der Evolution, vergleichbar mit den Schwimmfähigkeiten von Säugetieren wie Delphinen.

  • Verlust der Reflexe durch Angst:

Wenn Kinder älter werden, können elterliche Ängste und Verhaltensweisen unbewusst auf sie übertragen werden. Diese Ängste unterbrechen die natürliche Leichtigkeit, mit der Babys zunächst Wasser erleben. Kinder lernen dann, Wasser als Gefahr wahrzunehmen, anstatt ihre angeborene Fähigkeit weiterzuentwickeln.

  • Wasserkontakt als Lösung:

Frühzeitiger und regelmäßiger Kontakt mit Wasser kann helfen, diese Reflexe und das Vertrauen der Kinder aufrechtzuerhalten. Schwimmkurse für Babys sind eine Möglichkeit, um diese Fähigkeit zu fördern und elterliche Ängste zu reduzieren.

3. Ängste der Eltern und Auswirkungen auf Kinder

  • Psychologische Übertragung:

Die Ängste von Eltern können auf Kinder übertragen werden – ein Phänomen, das in der Entwicklungspsychologie gut dokumentiert ist. Kinder spiegeln häufig das Verhalten und die Emotionen ihrer Bezugspersonen. Wenn Eltern besorgt oder ängstlich sind, können Kinder diese Gefühle übernehmen.

  • Unfälle durch Angst:

Laut Lipton könnte die Übertragung von elterlicher Angst zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Unfällen führen. Unsicherheiten oder Panik in kritischen Situationen könnten die Fähigkeit der Kinder beeinträchtigen, angemessen auf Wassergefahren zu reagieren.

Fazit

Bruce Liptons Beobachtungen unterstreichen, wie stark der Mensch durch Umwelt, Glaubenssysteme und soziale Interaktionen geprägt wird. Der Alterungsprozess ist kein festgelegtes genetisches Programm, sondern wird durch Lebensstil und Überzeugungen mitgestaltet. Ebenso zeigt die natürliche Schwimmfähigkeit von Neugeborenen, wie entscheidend Vertrauen und positive Erfahrungen für die Entwicklung sind. Eltern könnten durch bewussten Umgang mit Wasser und das Management eigener Ängste dazu beitragen, die angeborenen Fähigkeiten ihrer Kinder zu erhalten und zu fördern.

Irrationale Angst vor Mangel

Die Situation ist unglaublich. Der aktuelle Zustand gleicht einem Irrsinn. Die Menschen sind von Natur aus mit allem ausgestattet. Alle notwendigen Fähigkeiten sind bereits vorhanden. Doch in einer Welt voller Supermärkte und Konsumtempel entsteht die irrationale Angst vor Mangel, sobald ein Laden geschlossen ist.

Die künstliche Teilung der Gesellschaft wird bald der Vergangenheit angehören. Diese Entwicklung wird von den Menschen positiv aufgenommen werden.

Die große Herausforderung liegt in der Frage des Glaubens. Ein einfacher Ratschlag lautet oft: Die Dinge müssen nur geglaubt werden. Doch die eigentliche Frage ist: Wie entwickelt sich echter Glaube? Glaubenssätze auf Zettel zu schreiben und diese zB am Spiegel anzubringen, führen zu mechanischem Wiederholen, wobei solche Methoden keine authentische, aus dem Herzen kommende Überzeugung erzeugt.

Die Frage nach dem Erlernen des Glaubens beschäftigt viele Menschen. Ein gesunder Bezug zu Wundern ist dafür essentiell. Der Glaube entwickelt sich durch das Erleben von Wundern. Als Wissenschaftler lässt sich klar feststellen: Echte Wissenschaft setzt die Offenheit für Wunder voraus. Nach einer Aussage des heiligen Augustinus geschehen Wunder nicht im Widerspruch zu den Naturgesetzen - oder zu dem, was als Naturgesetze verstanden wird.

Ein Wunder dient als Fingerzeig auf neue Lernerfahrungen. Diese Erkenntnis führt Wissenschaftler zur Demut zurück. Die Annahme, alle Erfindungen seien bereits gemacht und alles Wissen sei bereits vorhanden, wäre eine große Torheit. Die Realität zeigt sich anders.

Ein gutes Beispiel ist die technische Entwicklung des Telefons. Die früher üblichen Telefonvermittlungsstellen existieren heute nicht mehr. An der Universität war für Auslandsgespräche noch die Vorwahl Null erforderlich. Die Vermittlungsstellen aus den 1930er Jahren mit manueller Verbindungsherstellung durch Telefonistinnen gehören der Vergangenheit an. Die Entwicklung der Telefontechnik zeigt sich deutlich im Vergleich zur Wählscheibe - das Wählen einer Nummer dauerte früher sehr lange. Bei besetzter Leitung oder Abwesenheit des Gesprächspartners musste der gesamte Wahlvorgang wiederholt werden. Mit der Einführung digitaler Signale änderte sich die Kommunikationstechnik grundlegend. Die heutige Smartphone-Technologie wirft die Frage nach zukünftigen Entwicklungen auf. Ein möglicher nächster Schritt führt in Richtung Implantate - vergleichbar mit einer angeborenen Kommunikationsfähigkeit. Diese Entwicklung könnte einen Endpunkt darstellen, da alle wesentlichen Kommunikationsmöglichkeiten bereits vorhanden sind.

Die menschliche Natur ist mit genialen Fähigkeiten ausgestattet. Von diesen natürlichen Begabungen wurde bisher nur ein minimaler Anteil entdeckt und erforscht. Die Kommunikation mittels elektromagnetischer Wellen erscheint möglicherweise überflüssig, da laut Rupert Sheldrake Telepathie die ursprüngliche Kommunikationsform des Menschen darstellt. Diese Fähigkeit muss nur wiedererlernt werden. Im Mittelalter, ohne moderne Kommunikationstechnologie, funktionierte das Zusammentreffen von Menschen auf natürliche Weise: Ein Gedanke an eine Begegnung führte oft zum tatsächlichen Treffen. Die damalige Gesellschaft verfügte vermutlich noch über diese direkte Steuerungsfähigkeit. Die moderne Zeit hat sich von diesen natürlichen Fähigkeiten entfernt - der Glaube an solche Möglichkeiten ging durch die rein mechanistische Welterklärung verloren.

Der menschliche Körper wird oft als Maschine betrachtet, die verstanden werden muss. Die Behauptung einer vollständigen Kenntnis der körperlichen Funktionsweise ist allerdings falsch. Diese mechanistische Sichtweise setzt dem Verständnis künstliche Grenzen, die in Wirklichkeit nicht existieren.


Zusätzlich wird ausdrücklich auf Andreas Popp und den "Plan B — Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung" der Wissensmanufaktur verwiesen, der auf vier Säulen basiert:

1. Fließendes Geld: Ein zinsfreies Geldsystem, das durch eine Umlaufgebühr den Kreislauf des Geldes sicherstellt und die Geldschöpfung in die Hände einer gemeinnützigen, staatlich kontrollierten Institution legt.
2. Soziales Bodenrecht: Eine Bodenrechtsreform, die dafür sorgt, dass die Nutzung von Grundbesitz einen sozialen Ausgleich schafft, indem Grundbesitzer eine Nutzungsgebühr zahlen, die an alle Nicht-Grundbesitzer verteilt wird.
3. Bedingungsloses Grundeinkommen: Dieses soll finanzielle Sicherheit für alle bieten und durch das fließende Geld und die Ersparnis aus dem Wegfall von Zinszahlungen finanzierbar sein.
4. Freie Presse: Ein Zugang zu unabhängigen Medien für alle, um die öffentliche Meinungsbildung nicht vom Kapital abhängig zu machen.